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Informationen und Links rund um das Thema 'Trauma'.

Traumapädagogik - eine neue Pädagogik oder eine veränderte Perspektive?

Neben den traumaorientierten therapeutischen Interventionen in so genannten "Traumatherapien" wird vor allem im Zusammenhang mit In-Obhutnahme und Fremdunterbringung (Stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Pflege- und Adoptivfamilien) von Kindern und Jugendlichen das Thema "Trauma" im Bereich der Pädagogik relevant. Analog zur Traumatherapie hat sich die "Traumapädagogik" etabliert.

Was ist nun unter "Traumapädagogik" zu verstehen? Handelt es sich hierbei um eine neue Form von Pädagogik? Müssen Pädagogen und Pädagoginnen das erlernte pädagogische Repertoire "nur" erweitern oder gar aufgeben?

Nach unserem Verständnis und unserer Erfahrung benötigen traumatisierte Kinder und Jugendliche keine neue Form von Pädagogik. Ein Verständnis für die intrapsychischen Prozesse und die entsprechenden körperlichen Reaktionen auf extrem belastende Erfahrungen kann eine Veränderung (im Sinne einer Weiterentwicklung) der Perspektive, des Standpunktes, von Pädagoginnen und Pädagogen bewirken. Die dadurch neu gewonnen Haltung ermöglicht es den Fachleuten, Kinder und Jugendliche in Ihrer Verletzung wahrzunehmen und zu schützen, ohne auf "Kuschelpdagogik", "Schwarze Pädagogik" oder eine extrem Form der Erlebnispädagogik zurückgreifen zu müssen.

Falls wir Sie neugierig gemacht haben, wie es gehen kann, die persönliche Haltung zu erweitern, wir unterstützen Sie gerne bei diesem Prozess.  Wir bieten für Fachkräfte aus dem pädagogischen Bereich eine curriculare Weiterbildung zur Fachpädagogin/Fachpädagogen für Psychotraumatologie an.

Fachpädagogin/Fachpädagogen für Psychotraumatologie

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